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Schulanfangsphase (SAPH)

Kinder der 1. und 2. Klassen werden gemeinsam in jahrgangsgemischten Gruppen unterrichtet. Während einiger Stunden wird jeder Jahrgang in einer kleinen Gruppe gefördert. So entwickeln die Kinder Selbstständigkeit und Verantwortungsbewusstsein und erfahren Möglichkeiten individualisierter und handlungsorientierter Lernangebote. Erzieherinnen tragen zum Gelingen im Unterricht bei. Erzählkreise und Freiarbeit sind Bestandteile eines nach den Ideen Maria Montessoris gestalteten Unterrichts.

Es existieren zurzeit 6 solcher Klassen mit 24 bis 28 Schülern. Der Vorteil dieses gemeinsamen Lernens ist, dass die größeren den kleineren Kindern helfen können. Davon profitieren nicht nur die jüngeren Schüler, sondern auch die älteren: Denn das Erklären des Schulstoffs festigt das eigene Wissen und stärkt die Persönlichkeit.

Jede Woche beginnt mit einem Erzählkreis, in dem jeder, der möchte, über Erlebtes, seine Sorgen oder Wünsche sprechen kann. Die Kinder haben die Möglichkeit zu präsentieren, was sie entdeckt oder hergestellt haben. Jeder Schultag hat einen offenen Anfang, d.h. jedes Kind wählt, mit welchen Lernmaterialien und mit welchem Partner es lernen möchte. Es folgt ein gemeinsames Frühstück mit Vorlesegeschichten oder Hörspielen. In der zweiten und dritten Stunde lernen alle Kinder an Lernaufgaben in Eigenverantwortlichkeit, allein, mit einem Partner oder auch in Gruppen.

Die vierte und fünfte Stunde gehören dem Teilungsunterricht, in dem jahrgangsgleichen Schülern Neues vermittelt werden kann oder Wissen gefestigt wird. Kunst-, Sport-, Musik-, Religions- oder Lebenskundeunterricht sind in den Tagesablauf integriert. Seit dem Schuljahr 2008/09 ist auch die Teilnahme am Schwimmunterricht möglich. Die Unterrichtswoche endet mit dem Wochenausklang. Hier reflektieren die Kinder ihre Fortschritte, können Lernergebnisse präsentieren und miteinander über die Woche reden.